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UPC Kunstpreis Nominierte, Foto Katja Frick

Daniela Melzig ist Künstlerin und Organisationstalent

Quelle: SVZ Goldberg-Plau-Lübz 24.01.22, Text und Foto Katja Frick

Die vielseitig Kreative hat 2022 viel vor: Arbeit an neuen Kunstwerken, Fortführung einer Weiterbildung, Organisation von Kunstradius und Kultur on Tour. Doch wird es für das Festival genug Geld geben?

Daniela Melzig aus Augzin überrascht immer wieder durch ihre Vielseitigkeit und ihre originellen Ideen: Sie ist nicht nur Künstlerin, deren Drucke auf Glas einzigartig sind, sondern auch Darstellerin fantasievoller Performances, die die Zuschauer in geradezu magische Welten entführen.

Studenten der Designschule Schwerin kennen sie zudem als Dozentin, Schüler des Niels-Stensen-Gymnasiums als Kunstlehrerin, Museumsbesucher als Führerin durch Ausstellungen. Seit vergangenem Jahr absolviert die in Bielefeld Geborene eine Weiterbildung für interdisziplinäre Tanzvermittlung. Nicht zuletzt ist sie Organisatorin von kulturellen Events. Seit 2016 organisiert sie den Kunstradius 40 km.

Die digitale Schnitzeljagd verbindet Kunstorte und Institutionen in der Region miteinander und zieht immer mehr Interessierte an.

Besonders bemerkenswert war im vergangenen Sommer jedoch die Organisation von Kultur on Tour. www.kreis-lup.de

Kultur on Tour war ein Erfolg

Das Festival, das bildende und darstellende Kunst miteinander verband, stapfte Daniela Melzig zusammen mit Manuel Ettelt, Dörte Kiehn vom Landesverband der Freien Theater und der Kreisverwaltung Ludwigslust-Parchim innerhalb nur weniger Wochen aus dem Boden. Es wurde hauptsächlich durch die Bundeskulturstiftung finanziert, 118.000 der 150.000 Euro kamen von dort. Und es war trotz der kurzen Vorbereitungszeit und damit trotz unzureichender Werbung vergleichsweise erfolgreich.

„Wir hatten etwa 5000 Besucher an den vier Festivalorten in Plau am See, Parchim, Dömitz und Neustadt-Glewe. Und über 20.000 Zugriffe auf unsere Posts in den Sozialen Medien“, erzählt Daniela Melzig in ihrem Häuschen in Augzin bei Techentin.

Der Kunstradius wird auch in diesem Jahr wieder stattfinden. Ob es Kultur on Tour in der Größe und Ausrichtung wie im vergangenen Jahr geben wird, ist eher unwahrscheinlich. Denn voraussichtlich wird es nicht wieder einen solchen Geldsegen für die Kultur aus Berlin geben. „Dabei sehnen sich die Künstler danach, aus ihren Ateliers herauszukönnen, Kontakt mit den Kunstinteressierten zu haben und eine Gemeinschaft als Künstler zu erleben. Und die Festivalbesucher haben die Mitmachaktionen geliebt“, weiß die ideenreiche Macherin. Das war eine der Besonderheiten der Kultur on Tour: „Die Leute konnten nicht nur konsumieren, sondern auch selbst aktiv werden.“ Wichtig sei jedoch, dass der Eintritt für die Besucher kostenlos bleibe.

„Da fällt es manchen Leuten leichter, Kultur anzunehmen. Nicht jeder kann sich hohe Eintrittspreise leisten“, hatte auch Besucherin Anja Dietz der SVZ im Sommer erklärt.

Trotz Corona viele Pläne

Doch es bleibt genug zu tun. Ihre Nebenjobs als Dozentin und Kunstlehrerin ermöglichen es der Künstlerin trotz der Corona-Pandemie und der vielen abgesagten Ausstellungen und Perfomances in den vergangenen zwei Jahren auch künstlerisch weiterzuarbeiten. Vor allem mit den Drucken auf Glas. Hier werden am Computer bearbeitete Fotos auf Glas geätzt. Gerne verwendet Daniela Melzig gebrauchte Materialien, weil sie die dadurch entstehende Überlappung von Zeit und historischen Vorgängen interessiert. Und: „Mein Thema ist Transparenz, ich habe nach einer Darstellung von Leichtigkeit, nach einer Verbindung von Innen und Außen gesucht.“

Von den Ergebnissen können sich Besucher hoffentlich bereits am 15. März zum Tag der Druckkunst in ihrer Vorgartengalerie in Augzin überzeugen. Vom 4. bis 6. Juni soll wieder „Kunst offen“ stattfinden, bei Daniela Melzig gibt es dann nicht nur eine Ausstellung, sondern auch wieder Musik auf ihrer Gartenbühne inmitten alter Obstbäume und ein Sommernachtskino mit einem selbst produzierten Stummfilm.

Ab Ostern und bis Oktober starten die Touren im Kunstradius. Dafür gab es erneut eine Leader-Förderung, Träger ist das Amt Goldberg-Mildenitz. Bisher fand die Aktion unter dem Dach von Kunst heute statt. Geplant sind Kunsttouren zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Fahrrad. „Es gibt Bekanntes, aber auch Neuerungen“, kündigt die Projektleiterin an.

Als Künstlerin sucht Daniela Melzig mit Ihren Drucken auf Glas nach einer Verbindung zwischen Innen und Außen, nach Transparenz und leichtigkeit. auch im Garten und im alten Stall auf ihrem Augziner Hof wird ausgestaellt. Im Frühling 2021 wurde Daniela Melzig auch für den ersten Upcycling-Kunstpreis im ZZK Lübz nominiert.